Vodnjan allgemein

Vodnjan, eine Kleinstadt im Südwesten Istriens, 11,7 km von Pula entfernt, 135 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ist eine Gegend alter Traditionen, entstanden auf den Grundmauern, der in dieser Region schon seit Jeher existierenden, in Form von konzentrischen Kreisen oder ellyptischen Formen angelegt und in der Technik des Trockenmauerwerks erbauten, prähistorischen, befestigten Höhensiedlungen. Vodnjan entwickelte sich und bestand über die Jahrhunderte hindurch mit seinen besonderen Merkmalen einer mittelalterlich-ländlichen Ortschaft um nun in unserer Zeit die Charakterzüge eines Menschen mit reicher Vergangenheit anzunehmen. Sein weitläufiges Gebiet mit  zahlreichen, das Eigentumsverhältnis kennzeichnenden, charakteristischen, in der Technik des Trockenmauerwerks errichteten Kažuni (Steinhütten), zeugt von Jahrtausenden von Jahren, in denen für die hiesigen Bewohner  die landwirtschaftliche Nutzung, vor allem der Oliven- und Weinanbau, die Grundlage ihres eigenen materiellen Wohlstandes gewesen ist. Nachdem die alten Römer die Histrier, die Ureinwohner dieser Region, besiegten (II. Jh. v. Chr.), liesen sie sich in dieser Gegend dauerhaft nieder um sich u.a. mit Tourismus zu befassen. Sie wussten, wie man die Vorteile dieser Region zu nutzen hatte: der hiesige Boden und das hiesige Klima waren seit jeher für die Landwirtschaft, vor allem für den Anbau von Oliven und Wein, hervorragend geeignet.

Im II. Jh. v. Chr. fällt das Gebiet Vodnjans in den Besitz eines gewissen Attinivs. Vodnjan war zu dieser  Zeit als VICUS ATTINIANUM bekannt, woher wahrscheinlich der Name ADIGNANI, DIGNANO herzuführen ist. Für die slawische Transkription bemühte sich die kroatische Bevölkerung , da sie mit den, mit ihren eigenen Produkten, überladenen  Körben zum Markt "va... Dinjane" (nach Dinjane) , "va Vodnjane" (nach Vodnjan) und später "u Vodnjan" (nach Vodnjan), eilte.

Die Siedlung findet  bereits in den historischen Aufzeichnungen aus dem Jahre 932 Erwähnung. Dies war zur Zeit des Pietro Candiano, dem die istrischen Städte Schutzgeld in Form von Amphoren "mit gutem Wein" zahlten. Die erste schriftliche Erwähnung  Vodnjans, stammt aus dem Jahre 1194 und zwar aus einem Gerichtsurteil, in dem Poponis de Adignanis Erwähnung findet.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches im Westen wird nun das Leben in Vodnjan unter den Ostgoten (Barbaren) und dem Byzantinischen Reich weitergeführt. Die erste Zerstörung Vodnjans erfolgte im Jahre 751 als Folge der  Langobarden- und Awarenfeldzüge. Durch Karl den Großen beginnt in diesem Gebiet die Zeit des Feudalismus.

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Die Umgebung des heutigen Vodnjan war reich an Brennholz, Vieh, Getreide, hochqualitativem Öl und Wein. Dies alles trug natürlich zu der Entwicklung dieses Gebietes bei.

Der Legende nach entstand Vodnjan aus einem Zusammenschluss von sieben Villen, die zum kolonialen Besitztums Pulas gehörten. Um sich leichter den ständigen Streitigkeiten zwischen dem Patriarchen von Aquileia und Venedig zu widersetzen, wurde aus diesen sieben Villen (Vodnjan-Dignano, Mednjan, Guran, Sveti Kirin, Mandriol, Sveti Mihovil od Banjola und Sveti Lovro) ein Ort gegründet: das heutige Vodnjan.

In der Bestrebung zumindest begrenzte Autonomie zu erlangen, beschlossen die Bewohner Vodnjans, sich den Venezianern zu unterwerfen, unter deren Herrschaft sie bis zum Fall der Republik Venedig (1797) blieben.

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Nachdem Vodnjan einen gewissen Satus erreichte, trennte sich Vodnjan im Jahre 1330 von Pula und erhielt einen eigenen venezianischen Verwalter.

Aus dieser Zeit und aus diesem kulturellen Milieu (XIII. Jh.) heraus, entstand das Statut von Vodnjan, durch welches das private und das öffentliche Recht geregelt wurden. Es handelt sich um eine verbesserte Version seines Vorgängers (dieser entsand höchstwahrscheinlich im Jahre 1212, als Vodnjan mit einigen anderen größeren Dörfern einer Gemeinde bildete). Sein Wert ist durch seine Langlebigkeit, wie auch durch die Tatsache, dass die hier festgelegten Bestimmungen für mehr als vier Jahrhunderte bis zum Eintreffen Österreichs in Kraft blieben, begründet.

Nach dem Fall Venedigs, wärend der Herrschaft Österreichs, wird Vodnjan wieder an Pula angeschlossen. Ab 1805-1813 wurde Istrien durch die Transitperiode der Regierung Napoleons bestimmt und von 1814-1918 fällt diese Gebiet wieder unter  österreichische Herrschaft während welcher Vodnjan, wegen seiner strategisch-geografischen Lage und als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg kommt es zu großen Änderungen und erst im Jahre 1933 erlangt Vodnjan wieder den Status einer Gemeinde. Diese umfasst heute Galižana, Peroj, Barbariga und Gajana.

Die Stadt hat im Inneren ihres historischen Kerns ihr spezifisches mittelalterliches Aussehen mit Passagen und schmalen Gassen, die sich unregelmäßig zwischen den Häusern winden, mit den mit Pflastersteinen bedeckten Wegen, Fassaden aus bearbeitetem Stein, mit alten Straßen, die immer noch die starke Anwesenheit des gotisch-venezianischen Stils, des Renaissance- und des Barockstils aufweisen und mit zahlreichen an Erinnerungen und Kunstwerken reichen Kirchen, erhalten.

Die Straßen Vodnjans sind immer noch reich an Geschichte: von dem im Stil der Gotik erbauten Palast der Grafen Bettica und denen in Stein gemeiselten Gesichtern an den Vorderseiten der Häuser, von den aus Stahl gearbeiteten Verzierungen der Brunnenanlagen bis zu den aus Holz geschnitzten Eingangstüren wichtiger Paläste und der wunderschönen Kirche Unserer Muttergottes vom Berg Karmel.

Die Stadt verbreitet sich und erreicht die ehemalige Stadtperipherie, aber ohne Gefahr zu laufen das Profil einer städtischen Siedlungen, über welcher der höchste Glockenturm Istriens ragt, zu entstellen.

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TV Vodnjan, Tourismusverband Vodnjan - Öffnungszeiten

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